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wird eh wieder gelöscht

Teil 1: Das Fehlen professioneller Akteure - 2018 I – Wenn der Tag beginnt Es ist schon ein sehr komischer Zufall, dass Dinge oft geschehen, wie vorhergesagt, aber im Ergebnis nie den Erwartungen entsprechen. Man war sehr überrascht, dass die Welt, entgegen der Behauptung von Weltuntergangspropheten, nicht ausstarb, nachdem die Polkappen schmolzen, obwohl es doch einige schwerwiegende Veränderungen gab. Man ging ja immer davon aus, dass durch das Schmelzen der Arktis, zuviel Süsswasser in die salzigen Meere gelangt – diese also aussüssen – und somit den Golf-Strom zum Erliegen bringen würde. Da der Golfstrom nun aber noch nie etwas davon gehört hatte, war es ihm folglich egal, ob das Wasser nun süsser ist oder nicht, er floss einfach weiter. Aber durch die Zufuhr von Wasser in die Weltmeere ergaben sich noch andere Probleme. Da Eis ja nur Wasser in fester form ist, stieg der Meeresspiegel um mehrere Meter, wie vorhergesagt, aber auch wieder mit anderem Ergebnis. Die Sahara zum Beispiel wurde nur teilweise überflutet, was zwar einige Todesopfer (und das teilweise Verschwinden von den Pyramiden – an einem ruhigen Tag kann man noch die Spitzen über die Wasseroberfläche emporragen sehen) zur Folge hatte, aber da das Wasser ja nun süsser war und somit auch verträglicher für den menschlichen Kreislauf – soll heissen kein Durchfall und Kotzen mehr – wurden so einige Probleme in Afrika gelöst, wie die Wasserknappheit und im Anschluss auch der Hunger, da man nun Agrarprodukte anbauen und somit auch Vieh ernähren konnte. Es gab aber auch Veränderungen, die nicht positiver Natur waren – auf den ersten Blick. Durch einen seltsamen Zufall, den kein Plattentektoniker hätte vorhersehen können, versank der südamerikanische Kontinent nahezu und hob durch einen aberwitzigen Wippeneffekt Nordamerika sehr weit an. So war zwar die nordamerikanische Bevölkerung gerettet (bis auf die Kanadische und Alaskische, die nun mit sehr dünner Luft und noch kälteren Sommern zu kämpfen hatte), aber die südamerikanische ertrank im wahrsten Sinne des Wortes. Mit ihnen ertrank aber auch das Hauptexportgut, auf das die ganze Welt angewiesen war: die Kaffeebohne. Wegen dem Vermächtnis hat man keine Träne vergossen, da viele Menschen der Auffassung waren, das dieser Teil der Geschichte eh nie so wichtig war. Da Kaffee nicht unter Wasser wächst und die Kaffeehersteller Umsatzeinbussen befürchteten, musste schnell eine Lösung her, also investierte man in die Forschung von synthetischem Kaffee. Die ersten Ergebnisse waren, gelinde gesagt, kein Erfolg und führten teils zu spontanen Mutationen. Aber da der Forschergeist ungebrochen blieb, entwickelte man kurz darauf den ersten synthetischen Kaffee, der – man wollte es kaum glauben – auch noch gesünder als der alte Biologische war, da er nicht dasselbe Herzinfarktsrisiko hatte, wie der alte. Dieser neue Kaffee, der mit dem Urgebräu nur den Namen gemein hatte, fand so reissenden Absatz, dass, angestachelt durch die Profitgier, nach immer neueren Variationen geforscht wurde. So entstand dann kurz darauf der Workaholic-Kaffee, in Art und Geschmack immernoch der normale Kaffee, aber mit einer 100 mal höheren Konzentration an Koffein, was den Motor nicht nur wachhielt sondern auch auf solche Umdrehungen brachte, dass der Konsument auch noch 120% erbrachte. Diesen kauften auch nur Workaholics und Süchtige, aber man wollte den Markt erweitern und entwickelte dann – um auch die Teetrinker zu zahlenden Kaffeekunden zu machen – einen 'Earl Grey-Kaffee', der wie ein Tee schmeckte, wie einer roch und wie einer zubereitet wurde, nur dass er eben eigentlich Kaffee war. Was aber das beste an dem synthetischen Kaffee war, war das er leicht herzustellen war und somit in der Produktion nicht viel kostete. Durch die Einnahmen und das an der Produktion gesparte Geld konnten die Firmen expandieren und langsam alle anderen Produktreihen wie Autos aufkaufen. Durch eine aggressive Unternehmenspolitik verleibte sich Tchibo die 3 grossen amerikanischen Autohersteller ein; und mit aggressiv war wirklich eine fast militante Aktion gemeint. Der Staat, langsam von den Firmen unterwandert, wurde immermehr in den Hintergrund gedrängt, sodass viele staatliche Einrichtungen von den Firmen aufgekauft werden konnten und Bildung, um nur ein Beispiel zu nennen, nun ein Angebot vom Microsoft-Konzern ist. Dass die Firmen sich nun nichtmehr gegenseitig aufkauften, sondern fast militärisch einnahmen, war nur ein logischer Schritt. Das machte es aber zur Notwendigkeit, kleine Privatarmeen zu besitzen, um eine feindliche Übernahme abzuwenden bzw. Diese einzuleiten. In einer solchen Armee zu dienen war aber ein lukrativer Job, der aber auch sehr kurzweilich war, da man schnell durch einen kleinen 'Firmenunfall' wieder von der Gehaltsliste gestrichen werden konnte. Ganz nebenei wurde so auch das Verbot für die Genforschung abgeschafft. Den grössten Teil aller Angebote hatte aber nur eine Firma inne, die Cochran-Industries, benannt nach Charles Cochran, einem skrupelosen – aber trotzdem liebenswerten – kleinen Mannes, der die Gunst des Kaffee-Booms nutzte um sich zu bereichern. Sein Konzern umfasst viele grundlegende Dienste, wie die Wasser- , Strom- und Gasversorgung und er beschäftigt weltweit mehr als 1,3 Milliarden Arbeitnehmer und Angestellte. Einer dieser Angestellten war John Bargeld, ein durchschnittlicher Typ, nicht zu sehr am globalen Geschehen intressiert, wie auch an Hygiene oder bewusste Ernährung. Er lebte jeden Tag wie jeden anderen und machte sich keine grossen Gedanken um die Welt. Er war ein kleines Zahnrädchen im riesigen Getriebe der freien Marktwirtschaft. Für John begann der Tag wie jeder andere. Völlig verschlafen warf er die Beine über die Bettkante und setzte sich auf, laut stöhnend und die Augen reibend. Zunächst sortierte er seine Gliedmassen, dann seine Gedanken und dann die Reihenfolge dieser Tätigkeiten. Nachdem seine Augen endlich auf Scharf gestellt hatten, erhob er sich und schlurfte unter nicht geringen Mühen ins Bad, wo er die alltägliche Routine der Hygiene begann. Während er sich die Zähne putzte und das Wasser auf seinen braunen Haarschopf fiel, an den Seiten seines Kopfes als kleine Wasserfälle herabfallend, überdachte er, was den vorigen Tag war und was an diesem Tag wohl vor ihm liegen würde. Er stieg aus der Dusche und trocknete sich mit 3 Rollen Klopapier ab, da die Handtücher dreckig schon seit 5 Monaten im Waschkorb lagen. Er hatte bisher noch nicht die Zeit gefunden, diese mal zu waschen. Danach wanderte er in die Küche, wo die Klamotten vom Vortag noch lagen, welche er anzog, während er die Kaffeemaschine mit einem schon häufig benutzen Filterbeutel, nebst genausooft benutztem Kaffeepulver, und Wasser in die Kaffeemaschine tat und diese einschaltete. An sich ein komisches Bild, aber John hat schon Übung darin, sodass er es schafft, mit dem einen Bein die Hose zu balancieren, während die eine Hand in den Müll nach dem Filter greift und die andere Hand Wasser in die Maschine füllt. Zuanfang, als er noch neu in der Wohnung war, fiel es ihm schwer, völlig verschlafen auf einem Bein zu stehen, doch mit der Zeit hatte er einen beachtlichen Gleichgewichtssinn entwickelt, sodass diese Leistung für ihn Keine mehr darstellt. Fertig angezogen wartete er ungeduldig auf den erlösenden Ton der Kaffeemaschine, der signalisiert, dass das belebende Gebräu fertig ist. Währenddessen versuchte er sich zu erinnern, was seine Gedanken unter der Dusche ergeben hatten. Als der Kaffee fertig war, füllte er mit ihm schnell eine ¾ Liter-Tasse, die er auch in einem Zug austrank. Ihm war es egal, ob er sich so innerlich verbrüht. Hauptsache er wird wach und was hilft da besser als ein paar innere Verbrennungen der Stufe2? Fertig angezogen und wachgebrannt, schnappte er sich seine Wohnungsschlüssel von einem Beistelltischchen, der unter ungeöffneten Briefen verschwand. Er trat auf die Schwelle seiner Wohnungstür, atmete noch einmal tief durch, tat einen weiteren Versuch der Erinnerung, der scheiterte und ging und schloss die Tür hinter sich. Was er nicht wusste und auch nicht mehr wissen wird, ist, dass kaum das die Tür ins Schloss fiel, mehrere Kakerlaken und Milben aus ihren Verstecken krochen und eine Party feierten, in stiller Hoffnung, dass 'Gott' neuen potenziellen Schimmel bei seiner Rückkehr dabei haben würde. Was die Kakerlaken und Milben nicht wussten, ist, dass John nie wieder zurückkehren sollte. II Wenn der Tag noch einmal ein bisschen früher beginnt Für Vincent begann der Tag auch wie jeder andere, nämlich um 0 Uhr, denn Vincent schlief nie. Das kam daher, dass er als Kind einen Unfall mit den Monstern unter dem Bett hatte. Er hatte immer viel Angst vor den Monstern unter seinem Bett und deswegen auch mit Schlafproblemen zu kämpfen. Seine Eltern wollten ihm diese Angst nehmen, weswegen sein Vater sich für eine Nacht unter sein Bett legte, um ihm zu beweisen, dass es keine Monster unter seinem Bett gibt. Was der Vater allerdings nicht bedachte, dass sich die Matratze unter Vincents Gewicht durchbiegen würde, denn schon mit 7 Jahren, war Vincent so gross und so schwer wie ein erwachsener Mensch, aber er war „noch immer im Wachstum“, wie der Doktor sagte. Der Vater lag also nichtsahnend unter dem Bett, als Vincent sich zum 'Schlafen' bettete. Es kam, wie es kommen musste. Die Matratze bog sich durch, genau auf das Gesicht des Vaters. Dieser versuchte noch zu schreien und schlug um sich, aber Vincent dachte nur, dass sein Vater so tat, als würde er gegen die Monster kämpfen und lachte. Als das Schlagen dann irgendwann aufhörte, schlief Vincent das erste Mal beruhigt und lachend ein. Am nächsten Morgen zog die Mutter den schon steif werdenden Vater unter dem Bett hervor und Vincent war klar, das konnten nur die Monster gewesen sein und der nächste wäre er. Dass sein Vater erstickte, konnte seiner Überzeugung auch keinen Einhalt gebieten. Es war also 0 Uhr und Vincent, mit rotgeränderten Augen war wach. Er trank seine 38269034. Tasse Kaffee nach einem Aufstehen, das schon mehrere Jahre zurücklag. Vor ihm Lagen verschiedene ungeordnete Unterlagen über bevorstehende und abgeschlossene, missglückte und erfolgreiche Missionen, denn Vincent war Terrorist. Einer der ganz üblen Sorte, der es bedauerte sich nicht mehrmals selbst in die Luft sprengen zu können, denn nicht nur die Monster unter seinem Bettwaren nun ein Teil seiner Überzeugung, sondern auch das Böse, das eine bestimmte Firma für ihn darstellte und so überlegte er um diese Uhrzeit, bis zu den ersten Sonnenstrahlen, die er in seinem fensterlosen Raum eh nicht sah, wie er dieser Firma ernsthaft schaden konnte. Die Firma war die Cochran-Industries. Er war der Überzeugung, das kein einzelner Mensch soviel Macht haben dürfte, also kämpfte er. Er wünschte sich zwar eine bessere Begründung für seinen Kampf, aber die gab es leider nicht. Ihm wäre eine Geschichte, in der er als Held und die Cochran-Industries als das unsagbar Böse dargestellt werden würden lieber, aber diesem Umstand verschaffte ihm das Schicksal leider nicht. Aber was ihm an Gründen fehlte, machte der mit Feuereifer wett. Aber er war im Kampf nicht alleine, er hatte viele Freunde, die ihm hielfen, die zu ihm aufsahen und die bessere Gründe hatten als er. Sein treuester Freund war ihm Polly, ein Papagei den er als Kind bekam. Hier von Bekommen zu sprechen, ist leider nur die halbe Wahrheit. Polly war einmal der Papagei eines afrikanischen Warlords und musste deswegen ständig Gewaltausdrücke mit anhören. Als aber dieser Teil Afrikas überflutet wurde, flog Polly in die Freiheit. Er flog über das Mittelmeer – das garnicht mehr so mittel, nun eher gross war. Allerdings verschätzte er sich ein wenig, sodass er fast Tod die Alpen erreichte und auf ein Wohnhaus zuflog, indem Vincent gerade wieder eine schlaflose Nacht erlebte. Polly kannte keine Fenster, da es bei seinem alten Herren nie welche gab; dem Warlord war bewusst, das Fenster eine unnötige Geldverschwendung waren, da jedes neue Fenster gleich wieder zerschossen wurde. Also Polly übersah das Fenster und Vincent wurde jäh in seinen Gedanken unterbrochen, als ein 20cm grosser, bunter Vogel mit einem Klonk gegen sein Fenster schlug. Vincent hatte Mitleid mit dem armen Tier und pflegte es, bis es wieder gesund war. Polly war die Nähe natürlich ersteinmal sehr unangenehm, aber sie gewöhnte sich schnell an Vincent und als es ihr langsam deutlich besser ging, bedankte sie sich bei Vincent mit einem “Penner”, da sie dieses Wort sehr oft von dem Warlord hörte, als er mit seinen Untergebenen sprach und angenommen hatte, dass es sowas wie 'Freund' oder 'Danke' bedeute. Vincent hat 5 Jahre versucht, Polly diesen Wortschatz abzugewöhnen – er hatte auch keine Vorstellung, wer einem Vogel solche Wörter beibringen würde – was aber nicht von Erfolg gekrönt war. In diesen 5 Jahren erreichte er nur, dass ihm diese Kraftausdrücke aus Pollys Schnabel nichtmehr störten. Polly schlief nun aber in einer kleinen Hängematte, die Vincent extra aufgehangen hatte und er war dankbar für diese Stille, denn so konnte er seinen Gedanken ungestört nachhängen. Denn heute war ein wichtiger Tag, eine neue Aktion stand bevor und diese war wichtig. Dabei wusste er nicht, dass er durch diese Aktion einen starken Mitstreiter gewinnen würde. III Guter Angang, schlechter Abschluss John, mit vollem Namen übrigens John Bargeld, kam derweil auf Arbeit an, einem schmucklosen Bau in grau mit quadratischem Grundriss und wenn dem Architekten eingefallen wäre, wie er es hätte schaffen können, er hätte die Räume aus Platz Gründen auch quadratisch gestaltet. So aber mussten sie nun kubisch sein und Platz unnötig verschwenden oder freilassen. Und das alles auf Kosten der Effektivität, denn diese zählte hier ganz besonders, denn wenn hier ein Teil nicht effektiv arbeitete, dann wurden viele Menschen böse und zeigten dies auch sehr stark. Entweder durch Mistgabeln und Fackeln oder durch die Weigerung zur Zahlung. Hinter diesem schmucklosen Betonbau war zwar die eigentliche Anlage, aber man erwartete eben auch von diesem über die Massen effektiv zu sein. Denn das hier war ein Elektrizitätswerk. Johns Aufgabe in diesem Gebäude bestand darin, verärgerten Kunden die Telefonseelsorge zu spielen. Zwar fühlte sich John für diese Aufgabe überqualifiziert, aber er half den Menschen gerne und war auch zu faul, nach einer besseren Stelle Ausschau zu halten. Sein erster Weg an diesem Tag führte ihn zu einer weiteren Kaffeemaschine, um sich einen neuen Kick durch Verbrennungen zu geben, denn er befürchtete den Tag sonst nicht zu überstehen. An der Kaffeemaschine aufgereiht standen seine Kollegen Bill, Maya und Friedrich, welche sich erneut angeregt über eine Fernsehsendung unterhielten, welche seit Wochen schon lief. In dieser Sendung ging es darum, welcher Kandidat das meiste Publikum zum Staunen bringen konnte, indem er alltägliche Dinge extravagant ausführte. Der Sieger der gestrigen Sendung gewann dadruch, dass er die Waschmaschine während des Betriebes öffnete um sauberes Geschirr aus dem brühend heissen Wasser herauszuholen und nebenbei noch dreckiges wieder hineinzustellen ohne dass die Maschine stoppte. Man musste ihm nach der Show die beiden hochgradig verbrannten Arme amputieren, aber wenigstens hatte er 250.000€ gewonnen, die er sofort in kostspielige Prothesen investierte. „Das war aber echt mutig von dem Kerl“, meinte Maya gerade als John zu ihnen tritt und erntete dafür zustimmendes Nicken. „Ich mein das muss doch weh getan haben! Ich würde das nicht tun, egal ob Besuch vor der Tür steht und das schnell sauber sein müsste. Es sei denn Leo steht vor meiner Tür.“ Maya war nicht nur leidenschaftliche Fernsehguckerin sondern auch unsterblich in Leo Condare, einen Showmaster einer zweitklassigen Quizsendung, verliebt. John nahm sich einen Styroporbecher ohne die 3 zu grüssen, die sich nun anderen Themen widmeten. Ihm wurde aber klar, dass das der beste Beweis dafür war, wie langweilig ihre Leben waren, wenn man kein Thema länger als 5 Minuten beibehalten kann. Das lag vermutlich daran, dass sie immer dieselben Themen hatten, was darauf hinauslief, das einer was sagte und die anderen nur stumm nickten. John begab sich auf seinen Platz und setzte sich sein Headset der Marke Panasonic auf – die Firmenleitung war der Ansicht, dass Kundenfreundlichkeit schon bei der Technik anfänge. - und hatte auch den ersten aufgelösten Fall in der Leitung, der sich ein Mikrowellen-Frühstück machen wollte, nun aber kein Strom mehr da wär. John beruhigte ihn und machte ihn auf den Umstand aufmerksam, dass das kein Stromausfall sein könnte, da das Telefon und auch das Radio, das John im Hintergrund hörte, ja noch funktionierten. Er riet ihm die Sicherungen zu kontrollieren. Nach ein paar weiteren aufgebrachten Anrufern war John wieder in seinem Element und tröstete und half wie ein Weltmeister. Sehr gewissenhaft, aber auch sehr gelangweilt. Als eine Stille einsetzte, in der mal niemand wegen eines kleinen Problems anrief, lehnte sich John zurück und lugte über die viel zu niedrigen Trennwände hinweg – die Firmenleitung war auch der Auffassung, das der Angestellte während seiner Arbeitstätigkeit keinen Anspruch auf Privatsphäre hat. Da fiel ihm ein Mann im Cowboy-Outfit auf, der sehr unauffällig tat und somit sehr auffiel und auf den Weg zu einem bestimmten Steuerraum war. Hilfsbereit wie John war, stand er also auf und wollte zu dem Cowboy gehen und ihm wenn nötig helfen. Dieser verschwand aber gerade durch die Tür in den Raum mit den Steuerungskonsolen. John schritt zu der Tür und öffnete diese. In dem Raum stand der Cowboy über eine Konsole gebeugt und wild auf einer Tastatur rumhämmernd. „Entschuldigen Sie“, das war John, doch der Cowboy sprang 30 Zentimeter erschreckt in die Luft und noch in der Luft drehte er sich um 180° um die eigene Achse. „Kann ich Ihnen helfen?“ „Wah..! Sie haben mich fast zu Tode erschreckt, machen sie das nie wieder, ich kann Karate und habe den schwarz-weissen Gürtel!“ Mit Schweiss auf der Stirn und bereit von einer Sekunde auf die andere die Flucht ergreifen zu können, stand der Cowboy vor John. „Entschuldigung, das wollte ich nicht, aber kann ich Ihnen irgendwie behilflich sein?“ „Hm.. das können sie in der Tat“ erwiderte der Cowboy nun wieder sichtlich entspannt. „Können sie mir zeigen, wie ich einem bestimmten Stadtteil den Strom abstelle?“ „Klar kann ich ihnen das zeigen, Sie müssen nur..“ John trat neben den Cowboy an die Konsole und legte die Hände auf die Tastatur, die flink verschiedene Befehle eingaben. „Welche Stadtteile sollens denn sein?“ „Och, Tegel würde reichen.“ Nach einigen weiteren Befehlen und einem Druck auf die Enter-Taste, richtete sich John wieder auf und blickte den Cowboy strahlend an. „Geschafft“ „Danke, Kumpel“ sagte der Cowboy und zog eine Pistole mit der er sofort auf die Konsole schoss. Im Wegrennen sagte er dann noch: „Warst mir eine grosse Hilfe, Danke!“ Nun erst wurde John klar, was er da gerade getan hatte. Ohne gross zu überlegen, lief auch er los dem Cowboy hinterher. IV Auf der Strasse ohne Zukunft Noch völlig ausser Atem erreichte John den Cowboy, der eben noch gerannt ist, aber nun schlenderte. “ Was.. sollte.. das.. denn?..” fragte John zwischen den einzelnen schmerzhaften Atemzügen. Der Cowboy sprang erneut erschreckt durch die Luft, wieder mit dieser gekonnten Drehung. “Ach du bist's.. Naja, das war mein Auftrag.” erwiderte der Cowboy nun wieder entspannt, dennoch vorsichtig, was seine folgenden Worte unterstreichen sollte. “Du willst mich doch nicht verpfeifen oder?” “Was? Nein! Wie könnte ich? Schliesslich habe ich dir doch dabei geholfen, zwar unwissentlich, aber es war dennn.. hey?!” Während John sprach, hatte sich der Cowboy umgedreht und ist weiter die Strasse langgeschlendert. John fiel sofort in einen kleinen Sprint um den grösser werdenden Abstand schnell wieder rapide zu verkleinern. “Hey, kannst du nichtmal ne Runde warten, schliesslich habe ich dir doch grade geholfen, ein paar Menschen im Dunkeln sitzen zu lassen!” schrie John atemlos, nachdem er neben den Cowboy ankam und nun auch wieder schlendern konnte, was ihm seine Beinmuskeln sehr dankten, da diese sonst nie die Überanspruchung ertragen müssen. “Okay, ganz ruhig. Ich hab mich doch schon bei dir bedankt.” erwiderte der Cowboy gelassen, während er um eine Ecke bog. John, den dieser abrupte Richtungswechsel zunächst verwirrte, fing sich und steuerte in dieselbe kleine Gasse, wo sie nun abseits jeden Blickes waren. Die Gasse war übrigens so tief, das kein Sonnenstrahl je den Boden erreichte udn deshalb war es stockduster. Genau aus diesem Grund, wäre die Verfilmung dieser Geschichte an dieser Stelle durch eine schwarze Leinwand und nur durch die Schrittgeräusche der Protagonisten dargestellt. Zum Glück für alle Kinobesucher, wäre diese Szene sehr kurz, da die Beiden schnell wieder mit dem Reden anfingen. Vielmehr fing John wieder mit dem Reden an, welcher auf der Leinwand dann durch 2 Reihen weisser Zähne dargestellt gewesen wäre. Da muss man John nun beglückwünschen, denn auf seine Zähne achtete er ganz besonders, nicht wie auf seine Wohnung und alles andere, denn John hatte panische Angst vor Zahnärzten.
28.11.08 21:47


heute an diesem tag
mit jedem wort und jedem schlag
beweist du erneut
wie sehr du mich hasst

umzingelst mich
ergeb mich nicht
nichts bereut
so heb das glas

greifst mich immer wieder an
eine waffe in jeder hand
doch bin geschützt
vor deiner wut

bleibe stehn
werde nicht gehn
und du erhitzt
in hellem rot

komm, zeig mit deinen dolchen auf meine brust
von diesem tag hab ich von anfang an gewusst
was nun geschieht blieb unerkannt
komm töte mich wenn du es kannst

worte legen an den tag
was du an mir verloren hast
doch blind die augen
verstehst du nicht

nur um deiner rettung willen
den rachedurst stillen
nicht an hoffnung glauben
am ende siege ich

ich trage schuld
an deiner ungeduld
blitzesschnell
ist nicht schnell genug

bleibt der wind auch plötzlich stehn
wird die sonne untergehn
so ist es doch taghell
durch deine wut

komm, zeig mit deinen dolchen auf meine brust
von diesem tag hab ich von anfang an gewusst
was nun geschieht blieb unerkannt
komm töte mich wenn du es kannst
31.8.08 19:26


im höchsten treibt uns nur der wunsch
im niedersten die gier
schreiten wir auch dem gotte gleich
im geiste sind wir tier
es schlägt das herz zwar einmal
zweimal noch
so bleibt das höchste glück verborgen
immer doch
ein schatten legt sich raureif gleich
auf mein gemüt
erhitzte gedanken werden
schnell abgekühlt
nur ein hauch der blasphemie
bleibt zurück
der schale beigeschmack längst
verbrauchten glücks
darf der glückliche mich in seinem
glücke kränken?
darf ich seinem glück neidisch
nachdenken?
niemals, wirklich niemals
ists geschehen
niemals, wirklich niemals blieb
glück bestehen
im höchsten wünsch ich mir
erneut das glück
im niedersten fordere ich es frei
und wild zurück
27.8.08 20:23


hallo lieber gott, lass dich grüssen
ich liege zugleich schon vor deinen füssen
küsse deine zehen bis hianuf zum knöchel
doch hör ich von dir nur ein geröchel
kann es sein dass dich das messer stört?
dass sich langsam zwischen deine rippen bohrt
der speichel zieht in fäden von deinem mund
jetzt mischt sich auch noch blut darunter ohne grund!

überrascht es dich nun mich grinsen zu sehen?
sag hast du angst davor unterzugehen?
niemand vermisst dich schon seit geraumer zeit
ab heut bist du vergangenheit
udn in deinen letzten atemzügen
versuchst du noch um deinen hals zu lügen
doch kenn ich kein erbarmen, bin deiner leid
ab heut bist du vergangenheit

an jeder ecke traf man dein gesicht
soviel hohle leeren über die man spricht
du sollst nicht töten und man soll dich ehren
doch wie soll ein buch voll lügen uns das lehren?
du verdammst jeden mörder auf lebenszeit
doch wenn du tötest ist das gerechtigkeit
die menschen sehen schweigend dabei zu
der aller aller grösste bist nunmal du!

überrascht es dich nun mich grinsen zu sehen?
sag hast du angst davor unterzugehen?
niemand vermisst dich schon seit geraumer zeit
ab heut bist du vergangenheit
udn in deinen letzten atemzügen
versuchst du noch um deinen hals zu lügen
doch kenn ich kein erbarmen, bin deiner leid
ab heut bist du vergangenheit

doch ab heute, wirst shcon sehen
werden wir unsren eignen weg gehen
niemand braucht mehr deine heuchelein
lug und trug, mehr schein als sein!

überrascht es dich nun mich grinsen zu sehen?
sag hast du angst davor unterzugehen?
niemand vermisst dich schon seit geraumer zeit
ab heut bist du vergangenheit
udn in deinen letzten atemzügen
versuchst du noch um deinen hals zu lügen
doch kenn ich kein erbarmen, bin deiner leid
ab heut bist du vergangenheit





ich besitze ein kristallherz
es shclägt zwar nicht, doch dafür liebt es
und egal ob es lebt
wer es will der kriegt es!

willst du es?
ausgestopfter mensch!
willst du es?
ausgestopfter mensch!
willst du es?
ausgestopfter mensch!
willst du es?
ausgestopfter mensch!

das kristallherz ist ohne makel
nimm es hin und es ist dein
stecke es in eine vitrine
so etwas muss weggeschlossen sein

willst du es?
ausgestopfter mensch!
willst du es?
ausgestopfter mensch!
willst du es?
ausgestopfter mensch!
willst du es?
ausgestopfter mensch!

das kristallherz jung udn zart
hat einen unschuldig lieblichen glanz
selbst bei der kleinsten berührung
zerspringt es gar und ganz

willst du es?
ausgestopfter mensch!
willst du es?
ausgestopfter mensch!
willst du es?
ausgestopfter mensch!
willst du es?
ausgestopfter mensch!

wenn es einmal zu schlagen beginnt
solltest du vor sorgen vergehen
denn etwas so klar und rein
darf nie und nimmer leben!

willst du es?
ausgestopfter mensch!
willst du es?
ausgestopfter mensch!
willst du es?
ausgestopfter mensch!
willst du es?
ausgestopfter mensch!

willst du es?
dann nimm es!
willst du es?
dann nimm es!
willst du es?
dann nimm es!
willst du es?
dann nimm es!
17.3.08 06:10


gefangen

ich sitze alleine in einem abgedunkelten zimmer
jeder atemzug ein feind der stille
nacht senkt sich um mein haupt
freiheit ist nur eine tür entfernt
ich fixier das schloss mit meinem blick
schlüssel bitte drehe dich
nichts passiert, nur stille weilt
eine traurige ewigkeit

gefangen in mir
gefangen allein
gefangen im sein
gefangen und nicht sein

die wände rücken immer näher
mein kopf stösst shcon an die zimmerdecke
die knie unters kinn gezogen
und dennoch find ich keinen platz
kälte zieht durch schmale risse
ich friere in der isolation
langsam fahr ich über die wände
zitternd und erfroren meine hände

gefangen in mir
gefangen allein
gefangen im sein
gefangen und nicht sein

vor dem fenster und dahinter herrscht nacht
mein spiegelbruder weiss nicht wer ich bin
das glas stellt meine frage 'warum ich'
doch der regen antwortet nicht
es klopf nur leise an die fenster
verschleiert den blick, verschleiert mich
und doch sehen kann ich mich
dennoch erkenne ich mich nicht

gefangen in mir
gefangen allein
gefangen im sein
gefangen und nicht sein

das dunkel macht mich schläfrig
meine lider werden schwer
sie senken sich fast beiläufig
konzentriert auf das atmen
der baum vor dem fenster ist kahl
doch seine knochigen finger strecken sich
es kratzen am fenster die zweige
und schieben meinen traum in die weite

gefangen in mir
gefangen allein
gefangen im sein
gefangen und nicht sein
19.1.08 06:01


kein zurück

ich sag hallo zu dieser welt
ich habe sie niemals gewollt
ich breche jetzt euer gesetz
und sage reden ist gold
zu lang hab ich geschwiegen
und nach gedacht
ich hab euch zugehört
und im geheimen ausgelacht
ich seh die dummheit zirkulieren
und niemand scheint sie zu beachten
trabt wie vieh zu metzger
und lasst euch abschlachten
ich sehe euch
und ihr seid hirntot
ihr erkennt die anbrechende nacht
als morgenrot

ihr tretet stolz auf diese welt
udn raubt sie haus
ihr scheisst auf euren boden
und pinkelt in euer eignes haus
es zieht euch immermehr in eine welt
im multimedia geist
und ihr merkt nicht
wie man euch in die köpfe scheisst
ihr spuckt auf all die bücher
die die existenz rechtfertigen
niemand hat sie gelesen
deshalb wird sie auch niemand verstehen
und niemand macht sich sorgen
wegen der welt von morgen
denn morgen gibt es nicht mehr
denn das heute intressiert so sehr

ich sag hallo und goodbye
eure zukunft ist vorbei
der eingeschlagne weg
bietet kein zurück
ich sag hallo und goodbye
eure zukunft ist vorbei
der eingeschlagne weg
bietet kein zurück

leere köpfen schreien
als ginge es um ihr leben
denn sie hören viel zu gerne
ihre eignen stimmen
inhaltslos und sinnfrei
sie sind so
desillusioniert
und gewaltbereit
und im angesicht des todes
zücken sie den fotoapparat
denn das feuerwerk der ignoranz
verübt einen ausgesprochenen reiz
grelle bunte farben
fangen die augen ein
und niemand ahnt den untergang
denn sie sind alle blind

ich sag hallo und goodbye
eure zukunft ist vorbei
der eingeschlagne weg
bietet kein zurück
ich sag hallo und goodbye
eure zukunft ist vorbei
der eingeschlagne weg
bietet kein zurück
17.1.08 06:02


du sollst

du sollst dich fügen
in diese beschissne welt
du sollst arbeiten gehen
für das lumpige geld
du sollst dich bedanken
wenn du scheisse frisst
du sollst dafür danken
dass du einfach nichts bist

du sollst dem wort vertrauen
das dir von oben erscheint
du sollst dich nicht wehren
sonst wirst du angeleint
du sollst aportieren
udn das stöckchen holen
du sollst im dreck
deiner umgebung wohnen

du sollst um himmels
willen keine fragen stellen
du sollst auch nicht
die justiz anbellen
du sollst deinen kopf
nur nicht benutzen
du sollst deine existenz
auf das minimum zusammenstutzen

du sollst nicht deine
stimme heben
du sollst nichts entscheiden
in deinem leben
du sollst funktionieren
sonst wirst du ersetzt
du sollst dich involvieren
in das maschinennetz

du sollst nur funktionieren
udn dich nicht engagieren
du sollst nur klein denken
udn deine seele verschenken
du sollst dich verkaufen
mit andren um die wette laufen
du sollst dich nicht sorgen
denn du weisst ganz genau
du bist verloren

denn du weisst ganz genau
du bist verloren
16.1.08 05:55


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