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ich lass die hudne von der leine
stelle mich auf meine beine
lass mich nicht durchs leben ziehen
will mit diesen worten vor mir fliehen
betrete den ersehnten kreis
der ewige erlösung heisst
löse mich von meinen ketten
kann nur mich alleine retten

ich habe genug gesehen
schranken mir entgegen stehen
hab genug von euch erlebt
ein rad das in die falsche richtung dreht
drehe mich gegen die uhr
verlasse meine eigner spur
wirbel staub auf euch zu blenden
sehe blut an meinen wänden

kalte ruhe befällt mich
warme sehnsucht enthält sich
warne euch mit diesen sätzen
euch mir nicht in den weg zu setzen

koste es was es wolle
spiele ncihtmehr meine rolle
durchtrenne meine fäden
um sie selber neu zuweben
trage meine eitelkeit
empfinde aber nur neid
bin mir meienr nicht bewusst
weil jemand immer besser sein muss

trage worte mehr als waffen
die zerstören udn erschaffen
in der anstalt mein leben erzählen
seelen meiner opfer quälen
zweifel nicht an meinen lügen
kann doch nur mcih selbst betrügen
hebel mein gewissen aus
versetze mich isn irrenhaus

kalte ruhe befällt mich
warme sehnsucht enthält sich
warne euch mit diesen sätzen
euch mir nicht in den weg zu setzen

heute hab ich gott getroffen
stopfte ihn in meine socken
trete ihn mit meinen füssen
werde dafür in der hölle büssen
doch entbind mich meiner angst davor
hör seine stimme in meinem ohr
setze ihm meine entgegen
will meine extreme leben

keine furcht und auch kein zittern
täglich neue chancen wittern
hände ringen shcädel spalten
über tod und leben walten
mein amt perfektionieren
vormich hin zu funktionieren
mich am nächsten morgen sehen
und über sieben brücken gehen



mit funkelnden augen und geifernder stimme
spricht der priester tod und hass in die lauschende menge
jedes seiner worte, ein heiliges statement
weil auf diesem planet eden von neuem verbrennt
geben usn die schuld für sünde und verkommen
doch sagt mir wer hat mit dem sündigen begonnen?
ich sehe vor mir adam mit eva im liebesspiel
ein apfel der tautropfen gleich vor ihnen zu boden fiel

sie sprechen heilig udn verdammen unsre welt
sagen sie wären alles was sie noch zusammenhält
stehen erfürchtig vor holz und einer leiche
und beten sich den herrn ständig an ihre seite
sie morden und vergewaltigen im namen von gott
udn das kreuz erstrahlt im siegesglanz zum spott
auf euren zügen bin ich bestimmt kein passagier
geht ihr nur auf eure reisen, ich bleibe hier

das kreuz ist ein symbol der unmenschlichen gewalt
mit hängendem haupt daran geschalgen eine gestalt
er ist ihr heiland, schon vor dem tod gewesen
die geshcichte seines lebens ist überall zu lesen
ich spucke auf die bibel, den fantasyroman
ein relikt von aberglaube und fatalem grössenwahn
ich hab nichts gegen gott, sollte es ihn wirklich geben
doch kann er seinen fanclub nicht weit weg bewegen?

sie sprechen heilig udn verdammen unsre welt
sagen sie wären alles was sie noch zusammenhält
stehen erfürchtig vor holz und einer leiche
und beten sich den herrn ständig an ihre seite
sie morden und vergewaltigen im namen von gott
udn das kreuz erstrahlt im siegesglanz zum spott
auf euren zügen bin ich bestimmt kein passagier
geht ihr nur auf eure reisen, ich bleibe hier

ich glaube nicht an gott, bin ich deswegen schlecht?
denkst du ich kenne nciht den unterschied zwischen falsch udn recht?
ihr habt doch in seinem namen gemordet udn verbrannt
wäre das noch heute brauch, hättet ihr das shcon bei mri angewandt!
ich glaub nciht an die bibel, bin ich deswegen blind?
bloss weil ich nciht glaube dass ich darin die wahrheit find
nciht ich bin beschränkt weil ich mich selsbt nicht stille
gott schenkte udn das leben, was wir damit machen war doch unser eigner wille!

ihr sagt jesus starb am kreuz mit hängenden gliedern
doch starb er dort nicht für mich, muss ich euch erwidern
ich hab ihn nicht gezwungen sich selbst zu offenbaren
sicher doch konnte auch er ein geheimnis wahren
was bringt euch zu der annahme, ich müsste dadurch zu ihm beten?
letztlich tat er das was er tun wollt in seinem leben
genauso tue ich auch was mir grad gefällt
das ist der lauf der menschen udn von dieser welt

sie sprechen heilig udn verdammen unsre welt
sagen sie wären alles was sie noch zusammenhält
stehen erfürchtig vor holz und einer leiche
und beten sich den herrn ständig an ihre seite
sie morden und vergewaltigen im namen von gott
udn das kreuz erstrahlt im siegesglanz zum spott
auf euren zügen bin ich bestimmt kein passagier
geht ihr nur auf eure reisen, ich bleibe hier
12.9.07 19:07


ein schalg reisst den rauch entzwei
und all das dunkel ist vorbei
es zieht alle motten stets ins licht
und wie die motten so ziehe auch ich
und ich lasse die nacht hinter mir
und für immer und jetzt bleib ich bei dir
denn die hitze lässt mich nie mehr los
ich will zurück in deinen schoss

und ich denke noch immer an die eine nacht
unter sternen tanzen, gesungen gelacht
und ich denke nur noch an deinen blick
und ich will wieder zu dir zurück

am nächsten morgen stand die sonne still
es hielt der wind mein gefühl
dass ich nicht mehr alleine bin
dass wir nun gemeinsam sind

und ich denke noch immer an den moment
und ich weiss noch immer wie es brennt
sich deinem blick ausgesetzt zu sehen
und doch zu wissen und zu verstehen

denn es gibt manchmal mehr als die welt uns zweigen will
und es gibt auch manchmal mehr als die erinnerung eingestehen will
und es gibt viel mehr, was ich für dich will
und als leuchtturm stehe ich für dich still

ich reich dir meine hand hinaus in die see
die kälte der zeit schmerzt wie winterschnee
doch die kälte nehme ich in kauf
niemand verhindert meinen lauf
will mich in deinen armen sehn
will mit dir gemeinsam vorm morgen stehn
habe geblutet um so weit zu kommen
habe all das leid in kauf genommen

und nun bist du hier tief in meiner brust
und ich weiss dass du für immer bleiben musst
es führt kein weg mehr hinaus
ich liebe dich, nun ist es raus
12.9.07 21:13


kalte hände shcliessen sich zum würgen um meinen hals
im letzten atemzug seh ich die silouette meienr gestalt
ein kaleidoskop von farben tanzt mir vor vor den augen
und worte aus meiner kehle die nicht mehr zum reden taugen
es wurde shcon genug gesagt, kann mich selbst nicht mehr erkennen
möchte nurnoch schreiend in die wartende menge rennen
ein schuss ein opfer, reglos bleibt es liegen
ihr könntet mich aufhalten, aber dennoch würd ich siegen
alle sind sie eins udn nichts, blutend in meinem angesicht
schneller weiterlaufen bevor noch die letzte hürde bricht
legt mri steine in den weg, menschen auf den strassen
das hält mich nciht auf, ich schaff mir meine eigenen gassen




grausam jeder atemzug, den ich mit euch teilen muss
erdrückend die sekunden vor jedem schuss
wahnsinn macht sich in meinen zellen breit
eine nie gekannte innre wut, die nach aussen schreit
ich werde euch farben schenken, jede kugel mir ein stift
sorgsam setze ich ihn an, damit er sein ziel auch trifft
ich zeichne ein gemälde und ihr seid die leinwand
die welt ist mein atelier, es liegt alles in meiner hand
ein kaleidoskop von farben schiesst von meinen händen
und keiner kann das mir erwählte ende noch abwenden
ein ding zwischen serienmörder und amokläufer
johannes der täufer, voltaire der säufer
es hat verzweiflung oft die schlachten schon gewonnen
doch genauso oft heisst es wie gewonnen so zerronnen



sie! haben sich selbst mensch genannt
sie! sind noch nie im hellen licht verbrannt
sie! tragen ihre eitelkeit wie zur modenschau
sie! wissen alles ganz genau
sie! verbergen ihre begierde
sie! tragen gleichgültigkeit zur zierde
sie! stellen keine fragen mehr
sie! sind nur tropfen in einem meer

und sie shcleppen sich jeden tag müde in die welt
auf der suche nach macht, ruh und geld
für ihre ziele gehen sie über leichen
und selbst die wirklichkeit muss ihnen weichen

und dann erfässt mich eine wut
in meinen adern brennt das blut
mein hass kocht in meiner seele
und höre stumm meine eignen befehle
13.9.07 19:36


funkenflug, nur schall udn rauch
jedes jahr ist es so brauch
jedes jahr, in kalter nacht
wird ein freudenfeuer entfacht

dieses jahr, bist du bei mir
zusammen stehen wir hier
von den neujahrsstunden
trennen usn nurnoch wenige sekunden

und dann ein knall, freude überall
betreten das neue jahr mit beifall
ich dreh mich um, blicke zu dir
dich jetzt küssen wünsche ich mir

vergiss die angst, lass sie im raume stehen
musst die welt durch neue augen sehn
mein gefühl für dich ist mehr als wahr
denn deine lippen sind zum küssen da

frühling sommer herbst ziehen vorbei
udn der winter kommt, doch das ist mir einerlei
ich warte nur auf diesen einen tag
wo ich dich vor einem jahr das erste mal traf

und wieder liegt spannung in der luft
eine stimme die nach verbotenen früchten ruft
meine augen suchen vergebens nach dir
doch plötzlich stehst du hinter mir

wirfst mir die arme um den hals
vor schreck verliere ich beinah meinen halt
drehe mich um, der blick wie vor einem jahr
und mein gefühl ist immernoch wahr

vergiss die angst, lass sie im raume stehen
musst die welt durch neue augen sehn
mein gefühl für dich ist mehr als wahr
denn deine lippen sind zum küssen da
15.9.07 20:09


vorwärts schreit der lebensgeneral
hunde wollt ihr ewig leben
fügt euch doch in das schicksal
die welt braucht vieh wie euch
rennt blind weiter in tausend scherben
es bleibt eh nur asche übrig
daran wird gar keiner denken
denn ihr seid nur staub
verdammt ich hab genug vom spielen
ich möchte wahres leben empfangen
träume nicht mehr hinter vorgehaltner hand
lieber leben anstatt diskutieren
denn wenn man schon im sterben liegt
ist der wunsch das letzte was noch bleibt
und wenn der tod sich um dich schliesst
will ich nicht mein sein bereuen

in tausend spiegelscherben seh ich mich
das abziehbild eines menschen
verloren in steter einzelhaft
gefangen in seinem kampf
die vögel singen von freiheit
zwischen aufragenden gebäuden
und viele die sich gott angleichen
leben in diesen häusern

ich verfluche diese kakerlake
die uns einst menschen nannte
denn ganz unmenschlich schient mir
die vergewaltigung dieser welt
schuld prägt einen mensch
ich trage diese schuld
und alles was einst blüten trug
verbrennt in ungeduld
wir verbrennen im wunsch
doch was ist man bereit zu geben
wenn nicht gar das eigne leben
was kommt dem wert gleich
wenn die schweine imme lauter schrein
und die nachtigall im krach ertrinkt
dann wünsch ich mir für diese welt
dass die sonne uns entzweit

vollkommenheit ist eine lüge
bauen um uns die illusion
und wenn die zeit nach 12 schlägt
verstecken wir uns in unmöglichkeit
doch möchte ich nicht nur ein schaf
viel lieber gern der hirte sein
ich würde gerne zeigen was mich bewegt
und vielleicht würd jemand mir folgen

doch darauf kommt der kampf nicht an
ich kämpfe nur für mich allein
im chaos vom katarsisherz
im funkenflug des ascheregens
steckt der dolch der unendlichkeit
ich habe schon vergessen
wofür das alles ist
doch bleibt mir nur der hoffnungschimmer
ausweg verzweiflungstat

und immer weiter vorwärts bläst der general
das gewehrfeuer durchschneidet mein leben
denn es sind diese worte
die du ungeschoren und ohne scham
mir in meinen weg legst
die mich mit eisenketten fesseln
ich hoffe dass von mir mehr bleibt
als nur der wüste staub der zeit

erneut dringt ein wort an mein ohr
dringt vor bis in meinen kopf
kreist dort und setzt sich fest
verdammt, ich werde es nicht los
es zeigt mir meine fehler auf
will meine dämonen selbst bekämpfen
doch wenn sie stärker sind als ich
dann habe ich schon verloren

verloren, weg gestossen, wo ist der unterschied
wenn der eigne shclüssel nicht mehr passt
wenn man vom himmel fanfaren hört
und der mond zur ruhe bettet
bleiben einem nur gedanken
die mit scharfen silberdorchen
das fleisch von den knochen trennt
dass die seele entzweit
15.9.07 21:50


deine worte rasseln wie maschinengewehrfeuer
du hast dich sehr verwandelt, wirkst wie ein ungeheuer
es gibt keinen namen für das, was du jetzt bist
wenn du alles, was ich dir gebe nur in dich hineinfrisst
ich träume oft davon, dass du dich einmal bedankst
anstatt dass du selbstgefällig durch dein leben wankst
ich habe genug von deinen spielen, bin nicht länger ein bauer
du weisst dass du mich verletzt, doch ich weiss es genauer

jeden morgen blicke ich in deine teufelsfratze
deine verklebten haare bedecken die matratze
wo wir uns einst liebten, doch shcon fast vergessen
ich lasse mich jetzt los, hab schon zu lang für dich gesessen
ich habe genug, von deinen tausend wünschen
am liebsten würde ich, dich gerne einmal lynchen
nur um mal zu sehen, wie viel an dir noch stimmt
es gibt soviel mehr was nicht an der oberfläche schwimmt

ich hab versucht mit dir zu reden, du siehst es nicht ein
mit dir werd ich sterben, deshalb bleib ich lieber allein
pack endlich deine sachen, mach dass du verschwindest
und ich bete zu gott, dass du den weg niemehr zurück findest
in deiner nähe dreht sich mir der gesamte magen um
ich fange an zu schreien, zu lange war ich stumm
es gibt viele ungesagte dinge, da hat sich was angestaut
ich brülle dich an, ich brülle lang und brülle laut

jeden morgen blicke ich in deine teufelsfratze
deine verklebten haare bedecken die matratze
wo wir uns einst liebten, doch shcon fast vergessen
ich lasse mich jetzt los, hab schon zu lang für dich gesessen
ich habe genug, von deinen tausend wünschen
am liebsten würde ich, dich gerne einmal lynchen
nur um mal zu sehen, wie viel an dir noch stimmt
es gibt soviel mehr was nicht an der oberfläche schwimmt

mir wird tierisch übel, wenn ich daran denke
was ich für dich getan hab, zuneigung und geschenke
es war von anfang an verloren, perlen vor die säue
siehst du endlich ein, warum ich dich bereue
manchmal wünschte ich, es wäre nie geschehn
doch ich weiss, man kann nicht immer leichte wege gehn
es ist nun so gekommen, ich bezahle meine schuld
in blut und in silber, ich habe genug geduld







seltsam,     du wirkst ja fast normal
genau,          dein gesicht und dein haar
ich frag mich     was ist passiert
hat er         dich zu viel hofiert
siehs ein,     daran bist du selber schuld
ich habe     es sofort gewusst
doch du     wolltest ja nicht auf mich hörn
jetzt kannst du deinen eignen weg gehen
und hör auf mich mit dir zu störn

ich hab genug gehört         genug genug
du hast mich zerstört         mein blut mein blut
doch du erwartest immer mehr     macht macht
es lacht das schicksal         lacht lacht
ich hab genug gehört        genug genug    
du hast mich zerstört        mein blut mein blut    
nun geh, lass mich allein    lauf lauf
sie selber zu wie du klarkommst    gib auf gib auf

schön,         wie deine tränen schimmern
aus deiner     kehle dringt ein leises wimmern
du hast        gesagt was du wolltest
und ich sage    dass du nun gehen solltest

ich hab genug gehört         genug genug
du hast mich zerstört         mein blut mein blut
doch du erwartest immer mehr     macht macht
es lacht das schicksal         lacht lacht
ich hab genug gehört        genug genug    
du hast mich zerstört        mein blut mein blut    
nun geh, lass mich allein    lauf lauf
sie selber zu wie du klarkommst    gib auf gib auf

wieviel von dem was du mir sagst kann ich glauben?
kann ich dir trauen?
du sagst, es wäre alles wahr - gelogen gelogen
du hast mich schon einmal betrogen

ich hab genug gehört         genug genug
du hast mich zerstört         mein blut mein blut
doch du erwartest immer mehr     macht macht
es lacht das schicksal         lacht lacht
ich hab genug gehört        genug genug    
du hast mich zerstört        mein blut mein blut    
nun geh, lass mich allein    lauf lauf
sie selber zu wie du klarkommst    gib auf gib auf





der moment wird zur ewigkeit
die in ihren bahnen schreit
jetzt bist du gegangen, einfach fort
für mich an einen unerreichbaren ort

zu lange war es für dich nicht mehr schön
deshalb musstest du gehn
okay, das lass ich dir
doch dann lass diese worte mir

du warst niemals ein engel
du warst niemals ein segen
du warst nie eine berreicherung
für mein leben
in deinen augen brennt die hölle
der himmel zwischen deinen beinen
ich halt es nicht für nötig
dir eine träne nachzuweinen

du warst niemals mein leben

der uhrzeiger bleibt einfach stehn
du sagst: wir werden sehn
als freund hätte ich dich trotzdem gerne noch
doch warum wirfst du mich dann in dieses loch

zu lange war es für dich nicht mehr schön
deshalb musstest du gehn
okay, das lass ich dir
doch dann lass diese worte mir

du warst niemals ein engel
du warst niemals ein segen
du warst nie eine berreicherung
für mein leben
in deinen augen brennt die hölle
der himmel zwischen deinen beinen
ich halt es nicht für nötig
dir eine träne nachzuweinen

hast du jemals daran gedacht
was du mit mir machst
nein ich glaube sicher nicht
denn sonst würdest du sehen welches leid aus mir spricht

du warst niemals ein engel     niemals
du warst niemals ein segen     niemals
du warst niemals ein engel     niemals
du warst niemals ein segen     niemals

zu lange war es für dich nicht mehr schön
deshalb musstest du gehn
okay, das lass ich dir
doch dann lass diese worte mir

du warst niemals ein engel
du warst niemals ein segen
du warst nie eine berreicherung
für mein leben
in deinen augen brennt die hölle
der himmel zwischen deinen beinen
ich halt es nicht für nötig
dir eine träne nachzuweinen
15.9.07 23:21


ich sitze hier allein. alles was ich dachte scheint nur noch einem traum entsprungen zu sein, einem traum, der zu schön war, zu schön..
meine schulter schmerzt ein wenig, aber ich ignoriere den schmerz. er ist nur physisch. aber was meine seele vor sich hin schreit kann ich nicht ignorieren. ich erkenne den verrat, will ihn aber trotzdem nicht wahrhaben, die lüge ist viel zu schön und in meinem denken impliziert, genau wie der tod. mein gefühl und der tod.. diese beiden dinge kann ich nicht mehr trennen. mein gefühl leitet mich in den tod. der tod empfängt mich. ich erkenne ihn. gehe auf ihn zu. umarme ihn. küsse ihn. lasse ihn gehen..
gehen lassen.. seltsame redewendung, ich lasse sie nicht gehen, sie geht, aber ich kämpfe um sie. tue ich das? ich weiss es nicht. ich weiss eh nicht mehr viel. vieles von dem, was ich meinte zu wissen war doch irgendwie eine raupe, die sich in einen ungewussten hässlichen flattermann verwandelt..
wissen.. was ist das schon? ich weiss, dass ich sie liebe. und meine zu wissen, dass sie mich liebt. aber tut sie das? diese frage schreit immer und immer wieder in meinem kopf, in meinem herzen.
stille.
kein schrei mehr.
ich weiss nicht.
unwissenheit ist alles was ich habe und das bedeutet nichts zu haben. ich habe in allem versagt. meinem leben. meiner schuld. meiner liebe.
liebe..
was ist das schon, diese liebe?
keiner kann sie erklären, noch fassen. alle reden von liebe. macht man den fernseher an schreit einem gleich jemand das wort liebe ins gesicht. hört man musik sprechen auch alle nur von liebe. was für einer liebe? ich blicke in die welt und alles was ich sehe ist hass. alles was zu mir zurückkehrt ist hass. alles, worauf alles hinläuft, ist hass. ich will nicht hassen. nicht mehr.

ich fühle mich befreit. woran liegt das? ich weiss es nicht, oder verdränge die antwort und meine es nicht zu wissen. meine schulter tut noch immer weh. sie wird es wahrscheinlich auch noch eine weile tun. aber sie ist warm. im gegensatz zum rest meines körpers. er ist kalt. verhungert. verdurstet. tot.
tot..
tod? wo bist du? ich ersehne dich, umarme mich, bitte, noch einmal..
er erhört mich nicht. ich sitze immernoch hier.
wieso sitzen und klar denken?
ich hole mir ein bier, sitze nun aber wieder, zwar mit einem bier in der hand, aber die tatsache bleibt, dass ich nicht weiss, wohin mit meiner energie.
energie?
was ist das? ich fühle nichts.
doch.
da ist etwas.
irgendwo ganz tief.
hinter allen möglichen dunklen ecken meiner seele.
im hintersten winkel.
dort wo wahrheit sitzt.
ich sehe es.
ergreife es.
führe es ins licht.
betrachte es.
es.
ist.
nur.
schmerz.
alles zerfressender schmerz.
aber!
da ist noch etwas.
ich bohre diesen schmerz auf.
zerpflücke ihn mit meinen händen.
reisse ihn auseinander.
da.
im weichen fleisch.
da
ist
etwas
eine
frage
warum?

gute frage
sie stellt sich mir jeden abend. aber warum was? ich stelle mir die frage warum so oft. warum lebe ich? warum sterbe ich nicht? warum fühle ich soviel schmerz? warum nimmt man mir den schmerz nicht? warum? warum? warum?..

das bier ist leer. ich hole mir ein neues. der schmerz ist noch da. meine schulter brennt nun. ich weiss nicht warum, verdränge es weiterhin.
ah.
meine schulter.
halb so wild..
ist nur physischer schmerz, der hält dich wach, lässt dich denken, dich beuteilen, dich analysieren, dich schlafen, dich ruhen, dich erlösen..
eine stimme.
dort in meinem kopf.
leise, aber doch zu hören.
sie redet.
ich
ich verstehe sie nicht.
aber sie spricht.
mit mir.
ich bin nicht allein.
oder doch?
ich weiss es nicht.
unwissenheit..

das bier wird meinen erwartungen nicht mehr gerecht, ich hole mir einen whiskey und verdünne ihn ein wenig mit wasser, damit ihm der beissende geschmack genommen wird. ich führe das glas an die lippen. spüre die warme flüssigkeit in meinem mund. lasse sie kurz dort verweilen. und schlucke sie in einem herunter. ein kleiner schmerz immer an der stelle, wo sich das zeug gerade langbewegt. es hilft mir mich zu konzentrieren. mich aufzubauen, mich zu ernbiederigen, mir zu vergessen.
vergessen..
wenn es so einfach wär..
es gab so viel schönes in meinem leben. soviel.
verbunden mit tausendfachem schmerz. schmerz, der mich zerstört.
ich weine nicht. ich habe keine angst vorm sterben.
ich sterbe.
allein.
nicht.
allein.
die stimme.
sie ist noch immer da.
und meine schulter tut immernoch weh.

Angst! wo bist du? was tust du? alles scheint sich zu drehen, nimmt mich gefangen. ich fühle mich wie in einer zentrifuge. alles was schwer und menschlich ist wird nach aussen gedrückt, nur das, was mich bewegt bleibt innen, wird sichtbar.
es ist schwarz.
bin ich schon so tot?
bin ich gestorben ohne es zu merken?
kein licht..
kein tunnel..
keine hoffnung..
vorallem keine hoffnung..
kein glaube..
der war eh nie da..
ich wollte ja..
er kam nie..
ich wollte noch mehr..
er kam nie..
nie..
warum?
diese frage..

ich lasse mich von den bildern im fernsehen in eine andere welt entführen. in eine welt, in der es mein leid nicht gibt. in der es kein leid gibt.
ich schalte den fernseher aus.
ich höre eh nur meinen kopf reden.
'siehst du wie glücklich sie sind, warum kannst du nicht so glücklich sein?'
es hallt immernoch.
tief.
ganz tief in mir.
mein fleisch erbebt.
fleisch?
mehr ist es doch nicht.
nicht mehr
etwas fehlt.
blut?
nein.
ich habe genug blut.
genug von dem 'leben'.
leben..
ich fühle nicht, dass ich lebe.
ich lebe in den tag..
scheiss satz..
meine schulter..
schmerz..
von aussen, wie von innen..
dies ist keine gastfreundliche welt..
ich bin auf der durchreise..
eines tages..
'adios ihr ärsche'
meine schulter.. es hört nicht auf..


frei.. bin ich frei? wie kann ich frei sein, wenn mich meine gefühle unterdrücken und bestimmen? freiheit ist eine illusion, ich ergebe mich ihr nicht. nicht ich bin für mich verantwortlich, sondern mein herz. ich bin ein opfer meiner liebe. meines herzens. mein herz hasst mich. es tötet mich. treibt mich in eine richtung. ohne wiederkehr. ohne zukunft. ohne hoffnung. ohne sie.
nicht ohne sie.
was nicht ohne sie?
leben?
ich lebe nicht!
das hier ist kein leben.
leben ist das, was die leute im fernsehen tun.
das leben bestimmen geld und glück.
ich habe nichts von beidem.
nicht mal etwas.
musik.
ich brauche musik.
meine schulter..
musik berieselt mich langsam.
ich setze mich auf die couch.
atme tief ein.
atme fest aus.
schliesse die augen..
hoffe..
ich öffne sie..
bin immernoch hier.
meine schulter..
wozu dieser schmerz?
er erlöst mich..
mich und mein herz..
mein herz..
dieser rote sehnige von aderndurchzogene klumpen, dieses schlagende etwas in mir, ohne rechten nutzen. ich will es aus mir rausholen, es in den händen halten und diese schliessen, das schlagen, das beben, unterbinden. es töten. mich töten. mich.. töten..

der wunsch..
er schreit..
neben angst und meinem herz..
neben der frage, neben ihr, neben meinem leben, neben allem..
ich will nicht länger schreien..
es hat alles ein ende..
aber wann?
wann?
wann.. dieses wort..
dieses unheilverkündende wort..
dieses wort, dass einem die zeit vorschreibt..
ich will keine zeit..
will ende..
ende..
es muss kein happy end sein..
aber es muss ein ende sein..

action! der film läuft. wieder ein hollywoodfilm, dieses perfekte leben. FALSCH!!! ich möchte schreien, die stimmen in mir übertönen, meine schulter ignorieren und mich ganz der allesvernichtenden zweifel hingeben, mich erlösen, aufsteigen, dorthin, wovon noch nie jemand erzählt hat, was keiner kennt..
wovor alle angst haben..
ich habe keine angst..
ich bin bereit..
bereit..
es ist nur ein schritt..
ein kleiner schritt..
mein fuss..
er hebt sich..
von allein..
bitte..
geh..
bewege dich..
erlöse mich..
zerstöre mich..

zerstörung..
ich sehe die nachrichten..
alles wird zerstört..
auf der ganzen welt..
überall das gleiche..

die welt, dieser scheisshaufen, der sich durch geisterhand gehalten in der luft dreht..
wann wird der marionettenspieler seine lust verlieren und diese elende kugel fallen lassen?
bald..
hoffentlich..

bald..
ich hasse dieses wort..
es vermittelt hoffnung und zweifel..
beides..
gleichzeitig..
bald ist nicht wahr..
bald ist ausrede, ausflucht, flucht, nach vorne, in das ungewisse, wo keiner einem wehtuen kann, weil keiner es kennt..
bald..
werde ich es kennen..

mein kopf, er tut mir weh, tausend stimmen schreien in ihm.. tausend.. freunde.. verwandte.. bekannte.. familie.. liebe.. alle wollen mich retten.. angeblich.. retten.. was retten? sie wollen mich retten um ihr gewissen zu erleichtern. und wenn sie es nicht schaffen, dann können sie ihr gewissen beruhigen, indem sie sich einreden, dass sie es versucht hätten..
sie haben versucht sich zu retten.. sich.. alles.. was.. sie .. sind..
nicht.. das .. was.. ich.. bin..
sie retten mich nicht.
niemand rettet mich.
ich falle..
ich mag es..
es ist kühl..
alles scheint so klar..

meine schulter.. sie schmerzt..
ich sollte aufhören.. aufhören zu denken.. es hilft nicht.. helfen.. was kann schon helfen, ausser das angebot? nichts.. der fall.. die kühle luft im nacken.. die tiefe unter meinen füssen.. die schwerelosigkeit.. der leichtsinn..
leichtsinn..
bin ich leichtsinnig? oder leicht sinnig?
bin ich wahnsinnig, vieleicht sogar verrückt, oder nur ehrlich?
man meint ich bin verrückt, würde im selbstmitleid ertränken..
aber ich kenne nichts ausser leid..
meinem leid..
allem leid..
auf der ganzen welt..
meiner welt..
dieser meinen welt..
die ich mit euch teilen muss..
ich will nicht teilen..
geht..
geht.
lasst mich in ruhe..
und geht..
weg..
geht weg..
weit weg..
aber geht..
nur geht..
geht..
geht..
geht..

ich bleibe.. sitze immernoch hier.. mein whiskey ist leer, ich mache mir einen neuen..
er beruhigt mich..
meine schulter..
wärme durchflutet meinen körper..
wärme und zuversicht..
ich bin zuversichtlich..
auf mein ende..
es kommt..
immer näher..
mit jedem schritt meiner seite macht es auch einen schritt seiner seite..
wir gehen auf einander zu..
ich sehe es schon..
kein tunnel..
kein licht..
das ist unfug..
ich sehe nichts..
ein absolutes nichts..
eine schwarze wand, eher ein nebel denn materiell, aber es ist da und kommt auf mich zu..
ungewissheit?
in diesem punkt..
mir egal..
es heisst ruhe..
ruhe, die ich brauch..
für immer..
immer..
scheiss wort..
verdammtes wort..
nie wird es ehrlich angewandt..
'ich gehöre immer nur dir..'
ich sehe es..
deswegen denke ich an das ende..
weil dein 'immer' immer zu früh endet..
immer..
allein..
ruhe..
die stimmen..
sie schweigen..
oder höre ich sie nur nicht mehr?

eine neue frage drängt sich mir auf..
wer bin ich?
wer bin ich, diese fragen zu stellen?
wer bin ich, mein leben über das der anderen zu stellen?
wer bin ich, dass ich glaube, dass dies hier irgendjemanden intressiert?
es intressiert niemanden..
niemanden..

meine schulter..
sie brennt immer stärker..
immer..
meine schulter..
sie..
ist..
ich weiss nicht..
gehört sie mir noch? oder habe ich sie verschreckt, mit mir?
sie schmerzt..
ist nicht schlimm..
alles schmerzt mir..
alles..
aber, meine schulter..
sie.
ist.
rot..
mein blut..
es intressiert mich nicht..
was darunter liegt finde ich intressant..
aber es leigt nichts darunter..
nur totes gewebe.. keine antwort..
ich suche aber weiter..

bis zum ende..

ende..
15.9.07 23:40


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